Wieselbus
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Allgemeines
Die Landesregierung von Niederösterreich übersiedelte 1996 von Wien nach Sankt Pölten. Da die Infrastruktur von Niederösterreich stark auf Wien ausgerichtet ist, und man den Landesbeamten eine einfache Anreisemöglichkeit nach St. Pölten bieten wollte, wurde der Wieselbus am 23. September 1996 ins Leben gerufen. Dieses Schnellbusnetz verbindet alle Regionen des Landes mit der Landeshauptstadt, und steht der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Linien
Mehrere Unternehmen teilen sich die Konzessionen für die 10 Linien.
- Linie A: Gänserndorf – Korneuburg – Sankt Pölten - Betriebsführer: Dr. Richard Niederösterreich
- Linie B: Mistelbach an der Zaya – Stockerau – Tulln – Sankt Pölten - Betriebsführer: Dr. Richard
- Linie C: Hollabrunn – Krems an der Donau – Sankt Pölten - Betriebsführer: Dr. Richard
- Linie D: Klosterneuburg – Tulln – Sankt Pölten - Betriebsführer: Zuklin und Kolda
- Linie E: Waidhofen an der Thaya – Horn – Krems an der Donau – Sankt Pölten - Betriebsführer: Frank Bus
- Linie F: Gmünd – Zwettl – Krems an der Donau – Sankt Pölten - Betriebsführer: Dr. Richard
- Linie G: Krems - Sankt Pölten - Betriebsführer: Postbus (nur einzelne Kurse als Ergänzungsangebot zu C, E und F)
- Linie H: Wiener Neustadt – Baden bei Wien – Sankt Pölten - Betriebsführer: Blaguss NÖ (vormals Mikes/Neue Mitsch Bus), Partsch und Stadtwerke Wr. Neustadt
- Linie K: Schwechat – Himberg - Mödling – Sankt Pölten - Betriebsführer: Blaguss
- Linie L: Wien – Sankt Pölten - Betriebsführer: Blaguss und Zuklin
- Linie M: Mauerbach – Purkersdorf – Sankt Pölten - Betriebsführer: Zuklin
Im Laufe der Jahre kam es zu folgenden Streckeneinstellungen infolge geringer Inanspruchnahme:
- Linie H: Neunkirchen - Wiener Neustadt
- Linie K: Bruck/Leitha - Himberg
- Linie L: Schwechat - Wien Mitte
Fuhrpark
Der Fuhrpark ist weitgehend einheitlich gestaltet und wird von der NÖVOG vorgeschrieben bzw. bestellt. Von 1996 bis 2001/2002 kamen Volvo / Steyr SFL 12 HUA 360 Fernlinienbusse mit besonderer Ausstattung (Liegesitze, WC, Leselampen, Mehrkanalaudioanlage) zum Einsatz. Diese waren anthrazit lackiert, was wahrscheinlich als "zeitgemäß" oder elegant angesehen wurde, der Verkehrssicherheit aber sicher nicht förderlich war. Die alten Wieselbusse trugen auch den Spitznamen "Leichenwagen". Gemäß den Verträgen gab es nach knappen fünf Jahren eine Fahrzeugausschreibung für den Ersatz der bisherigen Wieselbusse. Diese gewann wiederum Volvo und lieferte an die einzelnen Unternehmen die neuen Wieselbusse vom Typ 8700, der im polnischen Werk in Breslau (Wroclaw) gebaut wurde. Neben der 12-Meter-Variante gab es auch ingesamt drei dreiachsige Fahrzeuge mit knappen 14 Meter Länge.
Die aktuellen Busse stammen nunmehr von Setra, sind silber lackiert und weisen neben den bisherigen Ausstattungsmerkmalen der Vorgängerfahrzeuge u.a. auch noch eine eigene Matrixzielanzeige am Fahrzeugheck sowie kostenloses WLAN/WiFi auf. Das Wieselbus-Zeichen ist aus einer reflektierenden Folie, was unkorrekterweise als Hologramm beworben wurde. Die Wieselbusse haben keinerlei Hinweise auf die tatsächlichen Besitzer, lediglich anhand der Betriebsnummer oder dem Kennzeichen kann man sie den Unternehmen zuordnen.
Aufgrund der starken Frequenz einzelner Kurse (unter anderem zwei Kurspaare von Blaguss auf der Linie L nach Wien sowie ein Kurspaar von Dr. Richard auf der Linie C nach Hollabrunn) werden neben 12-Meter-Bussen auch Stockbusse eingesetzt, auf mehreren Linien auch dreiachsige 13,7-Meter-Busse. Einige Kurse werden mit zwei unmittelbar hintereinander fahrenden Bussen absolviert, so wird zB auf der Linie L nach Wien dem Stockbus ein 13,7-Meter-Bus "nachgeschickt", wobei der Stammbus in Hütteldorf nicht hält, dafür der Verstärkerbus nur bis Karlsplatz verkehrt (zwecks besserer Verteilung der Fahrgäste).
Als Besonderheit wird beim Wieselbus-System weder beim Fahrzeugeinsatz noch beim Fahrplan zwischen Schulzeit und Ferienzeit unterschieden (selbst doppelt bestückte Fahrten werden unverändert angeboten).
Weblink der offiziellen Seite
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