Type k6 (Wien, 1951-1973)

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Beiwagen Nr. 1530 des Wiener Tramwaymuseums

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Wagennummern

  • 1501-1530; ab 1960: 1571-1600

Lieferfirma

Baujahre

  • 1501 (Baujahr: 1951)
  • 1502-1527 (Baujahr: 1952)
  • 1528-1530 (Baujahr: 1953)

Geschichte

Der Ersteinsatz erfolgte auf den Ringlinien hinter B-Triebwagen. Foto: Archiv Holzinger
Nach Lieferung der b-Beiwagen wanderten sie nach Speising, wo sie hinter M-Triebwagen eingesetzt wurden. Foto: Archiv Holzinger
Ab 1954 fuhren sie fast ausschließlich hinter den dazupassenden T1-Triebwagen. Foto: Karl Holzinger

1950 wurde bei den WVB der Entschluss gefasst, schwer beschädigte k1- und k2-Beiwagen nicht mehr mit Holzkastenkarosserien neu aufzubauen, sondern moderne Stahlaufbauten zu entwickeln. Noch im gleichen Jahr erging an die Firma Lohner der Auftrag, dreißig derartige Beiwagen herzustellen. Die HW begann 1951 zunächst zwanzig in Frage kommende Beiwagen abzuwracken und die Untergestelle für die weitere Verwendung im Altlager Simmering zu hinterstellen. Die Begutachtung der Untergestelle durch die Techniker der Firma Lohner ergab jedoch die Unverwendbarkeit der Untergestelle für den geplanten Zweck und so wurden sie ebenso wie die weiteren zehn von der HW vorbereiteten Wagen verschrottet. Lohner konstruierte ein neues Fahrgestell aus Blechträgern und fertigte aus Rationalitätsgründen und im Hinblick auf einen geplanten Weiterbau gleich 40 Stück an. Da nun eigentlich von den ursprünglich zum Umbau vorgesehenen Wagen so gut wie nichts mehr übrig war, wurden die Nummern der Ursprungswagen einfach in arithmetischer Reihenfolge in der Umnummerierung zur neuen Wagentype k6 1501-1530 angeführt. Der Wagenkasten weist einen durchgehenden Innenraum mit Stufen zu den Plattformen auf und konnte durch Teleskopschiebetüren komplett abgeschlossen werden. Die Türen waren für späteren Umbau auf pneumatischen Antrieb vorbereitet, zu dem es aber auf Grund der schlechten Erfahrungen mit derartigen Türantrieben bei der Type B/b nicht kam. Als erste Beiwagen erhielten sie ebenso wie die etwa gleichzeitig gelieferten B-Triebwagen zehnpolige Elindosen zur elektrischen Verbindung anstelle der früher üblichen getrennten Brems- und Lichtsteckdosen. Die Innenbeleuchtung des Wagens sowie die der beiden Zielschildkästen erfolgte durch Glühlampen in Serie. Eine weitere Neuerung war das an der Plattformbrustwand angebrachte Schlusslicht. Bei den ersten zwanzig Beiwagen kamen generalsanierte Radsätze mit Gleitlagern und Blattfedern zum Einbau. Die letzten zehn higegen erhielten Achsen mit Rollenlagern und Schubgummifederung. Neben der Hand- und der Solenoidbremse, die auf acht Bremsklötze wirkte, waren auch zwei frischstromgespeiste Schienenbremsmagnete vorgesehen, die aber erst einige Monate später zum Einbau gelangten. Der Wagen 1501 wurde auf der Herbstmesse 1951 ausgestellt.

Der erste Einsatz der k6 erfolgte am 21. Jänner 1952 hinter B-Triebwagen auf den Ringlinien A/AK/B/BK vom Bahnhof Vorgarten aus. Am 1. November 1952 verkehrten sechs Zweiwagenzüge B+k6 auf der Linie 36. Letztmalig standen die k6-Beiwagen am 28. Jänner 1953 hinter B-Triebwagen auf den Ringlinien im Einsatz und wurden danach, inzwischen bereits mit Schienenbremsmagneten versehen, zum Bahnhof Speising überstellt. Von dort aus kamen sie ab 16. März 1953 hinter mit Elin-Dosen und Schienenbremsschaltern ausgerüsteten M-Triebwagen im Dreiwagenzug auf der Linie 62 zum Einsatz. Erwähnenswert ist auch der vorübergehende Einsatz des 1501 hinter Elin-K auf den Linien 6 und 67 in der Zeit vom 23. Oktober 1954 bis 16. Dezember 1954. Zur Freimachung der Nummern 1501-1559, die für die umzumnummerierenden c und c1 vorgesehen waren, wurden 1960 die Nummern der k6 auf 1571-1600 geändert.

Da auf der Linie 62 ab 29. Jänner 1961 die damals neuen L4-l3-Garnituren zum Einsatz kamen, wurden die T1 und k6 zum Bahnhof Erdberg überstellt, der sie ab 30. Jänner 1961 auf der Linie T als Dreiwagenzüge einsetzte. Nach einigen Monaten erfolgte der Auftrag, die gummigefederten Wagen 1591-1600 wegen unbefriedigender Laufeigenschaften nicht mehr als zweite Beiwagen zu verwenden. Wegen schlechten Erhaltungszustandes begann man ab 1971 mit der Ausmusterung der Wagen, die 1973 abgeschlossen war. Vorgesehen war der Umbau in Sandstreubeiwagen, bei dem allerdings nur die Fahrgestelle verwendet werden sollten. Umbezeichnet wurden fünf Wagen, umgebaut aber nur einer in den sa 7561.

Am letzten Betriebstag eines k6, dem 2. November 1973 waren noch die Wagen 1578, 1589 und 1598 auf der Linie T im Einsatz.

Heute befindet sich der Wagen 1571, zurücknummeriert als 1501 im Wiener Straßenbahnmuseum und die Wagen 1588 und 1600, beide ebenfalls zurücknummeriert auf 1518 bzw 1530 beim Verein WTM und stehen dort für Sonderfahrten zur Verfügung.

Technische Daten

Zeichnung der Type k6, Seitenansicht
Zeichnung der Type k6, Stirnansicht
  • LüP: 11480 mm
  • Kastenbreite: 2240 mm
  • Radstand: 3400 mm
  • Gewicht: 8200 kg
  • Platzangebot: 22 Sitzplätze, 52 Stehplätze
  • Fußbodenhöhe über SOK: 862 mm

Statistik

Nummer Firma Instandnahme Ausgemustert Anmerkung
1501 Lo 07 11 1951 01 09 1960 ex k1 3203; umnummeriert in 1571
1502 Lo 10 01 1952 01 09 1960 ex k1 3212; umnummeriert in 1572
1503 Lo 10 01 1952 01 09 1960 ex k1 3214; umnummeriert in 1573
1504 Lo 11 01 1952 01 09 1960 ex k2 3215; umnummeriert in 1574
1505 Lo 11 01 1952 01 09 1960 ex k2 3224; umnummeriert in 1575
1506 Lo 16 01 1952 01 09 1960 ex k2 3243; umnummeriert in 1576
1507 Lo 06 02 1952 01 09 1960 ex k2 3255; umnummeriert in 1577
1508 Lo 06 02 1952 01 09 1960 ex k1 3267; umnummeriert in 1578
1509 Lo 13 02 1952 01 09 1960 ex k2 3272; umnummeriert in 1579
1510 Lo 13 02 1952 01 09 1960 ex k2 3279; umnummeriert in 1580
1511 Lo 21 02 1952 01 09 1960 ex k2 3316; umnummeriert in 1581
1512 Lo 04 03 1952 01 09 1960 ex k2 3321; umnummeriert in 1582
1513 Lo 06 03 1952 01 09 1960 ex k2 3347; umnummeriert in 1583
1514 Lo 12 03 1952 01 09 1960 ex k2 3353; umnummeriert in 1584
1515 Lo 19 03 1952 01 09 1960 ex k2 3382; umnummeriert in 1585
1516 Lo 27 03 1952 01 09 1960 ex k2 3389; umnummeriert in 1586
1517 Lo 03 04 1952 01 09 1960 ex k1 3418; umnummeriert in 1587
1518 Lo 16 04 1952 01 09 1960 ex k2 3437; umnummeriert in 1588
1519 Lo 18 04 1952 01 09 1960 ex k2 3476; umnummeriert in 1589
1520 Lo 29 04 1952 01 09 1960 ex k2 3494; umnummeriert in 1590
1521 Lo 22 02 1952 01 09 1960 ex k2 3512; umnummeriert in 1591
1522 Lo 06 06 1952 01 09 1960 ex k1 3516; umnummeriert in 1592
1523 Lo 14 06 1952 01 09 1960 ex k2 3518; umnummeriert in 1593
1524 Lo 20 06 1952 01 09 1960 ex k2 3521; umnummeriert in 1594
1525 Lo 27 06 1952 01 09 1960 ex k1 3532; umnummeriert in 1595
1526 Lo 04 07 1952 01 09 1960 ex k1 3534; umnummeriert in 1596
1527 Lo 18 07 1952 01 09 1960 ex k2 3542; umnummeriert in 1597
1528 Lo 09 01 1953 01 09 1960 ex k2 3546; umnummeriert in 1598
1529 Lo 29 01 1953 01 09 1960 ex k1 3547; umnummeriert in 1599
1530 Lo 02 02 1953 01 09 1960 ex k1 3555; umnummeriert in 1600
1571 Lo 01 09 1960 30 12 1973 WTM
1572 Lo 01 09 1960 30 12 1972 umgebaut in sa 7561
1573 Lo 01 09 1960 28 12 1971
1574 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1575 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1576 Lo 01 09 1960 30 12 1972 umbezeichnet in sa 7562
1577 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1578 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1579 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1580 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1581 Lo 01 09 1960 30 12 1972 umbezeichnet in sa 7563
1582 Lo 01 09 1960 28 12 1971
1583 Lo 01 09 1960 30 12 1972 umbezeichnet in sa 7564
1584 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1585 Lo 01 09 1960 28 12 1971
1586 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1587 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1588 Lo 01 09 1960 30 12 1972 umbezeichnet in sa 7565
1589 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1590 Lo 01 09 1960 28 12 1971
1591 Lo 01 09 1960 30 12 1972
1592 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1593 Lo 01 09 1960 30 12 1972
1594 Lo 01 09 1960 30 12 1972
1595 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1596 Lo 01 09 1960 30 06 1972
1597 Lo 01 09 1960 30 12 1972
1598 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1599 Lo 01 09 1960 30 12 1973
1600 Lo 01 09 1960 30 12 1973 WTM

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