Type D (Wien, 1957-1974)

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D 4301

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Wagennummer

4301

Baujahr

  • 4301 (Baujahr: 1957)

Lieferfirma

Geschichte

Die Bezeichnung als Type D für einen Triebwagen der Wiener Straßenbahn wurde nach der Type D (Wien, 1899-1938) ein zweites Mal, diesmal für einen Gelenktriebwagen vergeben, der 1957 von Gräf & Stift unter Verwendung der Fahrgestelle der Stadtbahnbeiwagen 5782 und 5784 der Type n1 gebaut wurde.

Die beiden Wagenkastenteile wurden durch zwei Gelenke nach einem Patent der italienischen Firma Savigliano und ein dazwischen aufgehängtes frei schwebendes Mittelstück verbunden. Der Wagen war als Einrichtungsfahrzeug konzipiert und für Fahrgastfluss von hinten, wo der Schaffnerplatz eingebaut war, nach vorne eingerichtet. Als Einstieg diente eine zweiteilige DÜWAG-Tür mit elektrischem Antrieb im Heck, als Ausstiege zwei gleiche Türen im Mittelteil und im Bug. (Später war für Fahrgäste mit Zeitkarten, die nicht vom Schaffner entwertet werden mussten, auch das Einsteigen am Bug erlaubt.) Die Tür 1 (Bug) wurde vom Fahrer gesteuert, die anderen beiden vom Schaffner. Neben einer 24-Volt-Kleinspannungsanlage für die diversen Nebenbetriebe verfügte der Wagen auch über eine Druckluftanlage für die Haltebremse, als Notbremse und für die Betätigung des Sandstreuers.

Der Kiepe-Fahrschalter der Type NF 56.4 KH war für wahlweisen Betrieb mit Kurbel oder Hebel eingerichtet; im Betrieb wurde jedoch nur der Hebel verwendet. Später wurde er auf einen für ausschließliche Hebelbetätigung getauscht. Als Motoren kamen vier neu gewickelte der betagten Type U 158 v zum Einbau, die von den T-Triebwagen stammten und die diese 1920 erhalten hatten. Obwohl die zulässige Höchst- geschwindigkeit 50 km/h betrug, ereichte der Wagen bei den diversen Probefahrten auf der Strecke der Linie 80 nicht mehr als 45 km/h. Der 4301 hatte, wie alle Einrichtungstriebwagen dieser Zeit, nur am Bug ein Linienecksignal. 1960 wurde er der StrabVO 1957 entsprechend auch am Heck mit einem Ecksignal versehen.

Der Triebwagen wurde erstmals am 17. Februar 1958 auf der Linie 71 eingesetzt, ab Dezember 1960 dann beim Betriebsbahnhof Währing stationiert und soweit feststellbar bis zur Ausmusterung höchstwahrscheinlich ausschließlich auf der Linie 41 verwendet.

Das Fahrzeug war auf Grund seiner großen Masse schwerfällig und deswegen auch nicht für den eigentlich geplanten Betrieb mit Beiwagen der Typen c2 und c3 geeignet, obwohl er dafür zugelassen war. Daran änderte auch der Einbau weniger störanfälliger und minimal stärkerer Motoren der Type WD 571 an Stelle der Type U 158v nichts. Bei letzterer Type war es insbesondere bei Verwendung der Shuntstufe mehrmals zum Durchbrennen der Ankerwicklung gekommen. Wahrscheinlich hätte es bei einem Beiwagenbetrieb auch Probleme mit den beiden doch etwas filigranen Gelenken gegeben, über die erhebliche Zugkräfte hätten übertragen werden müssen. Dennoch wurden nach dem Muster dieses Prototyps 15 fast gleichartige Fahrzeuge als Type D1 beschafft.

Der Triebwagen wurde 1974 ausgemustert und befindet sich heute im Wiener Straßenbahnmuseum.

4301

Technische Daten

  • LüP: 21280 mm
  • Kastenbreite 2330 mm
  • Radstand: 2 x 3600 mm
  • Gewicht: 28,875 t
  • Leistung: 4 x 44,6 kW (U 158v), 4 x 45,6 kW (WD 571)
  • Platzangebot: 30 Sitzplätze, 91 Stehplätze

Statistik

Nummer Firma Instandnahme Ausgemustert Anmerkung
4301 GS 03 07 1957 31 12 1974 ex Untergestelle von n1 5782, 5784

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