Type A (Wien, 1944-1975)

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Triebwagen Nr. 25 des Wiener Tramwaymuseums

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Wagennummern

1-30

Baujahr

  • 1-30 (Baujahr: 1944)

Lieferfirma

Geschichte

Da der bereits zu Kriegsbeginn überalterte Wagenpark durch die Umstände während des Krieges in einem beklagenswerten Zustand war, Neulieferung von Straßenbahnwagen vorerst wegen ihrer geringen Dringlichkeitsstufe aber nicht möglich waren, ergriff man bei der Erhebung für den Bedarf des mit möglichst geringem Materialbedarf herstellbaren Kriegsstraßenbahnwagen die Gelegenheit und meldete den Bedarf für 400 Trieb- und 400 Beiwagen an. Selbstverständlich war man sich bei der Wiener Straßenbahn bewußt, diese niemals zugewiesen zu erhalten und reduzierte schließlich die Anforderung auf 50 Trieb- und 50 Beiwagen. Geliefert wurden letztlich 30 Triebwagen, die bei der Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg im Rahmen des Vorprogramms 1944 erbaut wurden und in sandbraunem Anstrich ohne elektrische Ausrüstung nach Wien kamen. Die hier als Reihe A und mit den Nummern 1-30 bezeichneten Triebwagen wurden nach Vorhandensein von Fahrschaltern, Motoren und Widerständen nach und nach komplettiert und zwischen 1945 und 1949 in Betrieb genommen. Zum Einbau gelangten einheitlich Vielstufen-Nockenfahrschalter von Siemens-Schuckert der Type OR8 und verschiedene eben gerade vorhandene Motoren unterschiedlicher Leistung. Auch die Stromabnehmer waren anfangs von unterschiedlicher Bauart (Lyrabügel, Goldeband LM 32 und Siemens "Berlin"). Später wurden die "Heidelberger" genannten A-Triebwagen einheitlich mit Scherenstromabnehmern der Bauart SS 46 und Motoren von 60 kW Leistung, vornehmlich der Type WD 641 ausgerüstet. Eine Besonderheit war bei diesen Wagen die Anordnung des Lichtkabelanschlusses unterhalb des Stirnwandfensters, welche im Gegensatz zu der bei allen anderen Wiener Wagen üblichen Anordnung unterhalb des Dachkranzes stand. Zwischen 1954 und 1956 erfolgte die Ausrüstung mit 10-poligen-Elin-Dosen, wobei gleichzeitig auch die Schaltung der Schienenbremse dahingehend geändert wurde, daß das Einschalten nun mit einem vom Fahrschalter und der Kurbelstellung unabhängigen Hebel erfolgen konnte.

Ihr Einsatzgebiet war jahrzehntelang so gut wie ausschließlich die Mariahilfer Straße wo sie auf den Linien 52 und 58, später auch 59 verkehrten. Auch auf der Linie 158 gab es recht selten einen Einsatz der Type A. In den Jahren 1946 und 1947 fuhren sie auch zu Allerheiligen zum Zentralfriedhof und bei einigen anderen Gelegenheiten auf normal sonst von ihnen nicht befahrenen Strecken, wie zum Beispiel auf der Linie 54. Bemerkenswert waren auch die an Sonntagen erforderlichen Einsätze auf einer von Rudolfsheim gestellten Linie 60, die zwischen Kaiserstraße und Mauer verkehrte. Ausgeschieden wurden die letzten Wagen im Jahr 1975.

Besonderheiten

Nachdem sowohl die Lyra-Stromabnehmer, als auch die Scherenstromabnehmer verschiedener Bauarten einheitlich durch SS 46 ersetzt worden waren, gab es später nur noch bei zwei Wagen Abweichungen. Die Wagen A 22 und A 24 erhielten im September 1948 zuerst einen SS 46 mit Doppelschleifstück und in den Jahren 1967 bzw. 1965 einen SS 53/58.

Technische Daten

Zeichnung des Kriegsstraßenbahnwagens Type A
  • LüP: 11.300 mm
  • Kastenlänge: 10.400 mm
  • Höhe: 2.970 mm
  • Achsstand: 3.000 mm
  • Breite: 2.173 mm
  • Leergewicht: 10.580 kg
  • Dienstgewicht: 15.160 kg
  • Leistung:
  • Sitzplätze: 12
  • Stehplätze: 50

Statistik

Nummer Firma Instandnahme Umbau SS 46 Lackierung rot/weiß ELIN-Dose Ausgemustert Anmerkung
1 Fu 04 07 1946 21 04 1948 05 05 1949 08 11 1954 30 12 1972
2 Fu 21 03 1946 16 02 1955 15 04 1950 20 02 1955 24 12 1975
3 Fu 01 07 1946 10 12 1948 15 11 1949 23 07 1955 30 06 1972
4 Fu 28 06 1946 31 12 1948 20 09 1949 02 06 1955 30 06 1972
5 Fu 24 07 1946 24 11 1948 12 08 1949 05 08 1955 30 12 1973
6 Fu 16 09 1946 26 11 1948 08 02 1950 20 12 1955 30 12 1972
7 Fu 01 01 1947 23 12 1948 06 06 1950 07 10 1955 30 12 1973
8 Fu 01 01 1947 01 12 1948 13 12 1950 10 05 1955 30 12 1972
9 Fu 12 04 1946 15 02 1947 umnummeriert in 24(II)
9(II) Fu 15 02 1947 14 12 1948 02 06 1947 28 02 1956 30 12 1972 ex 24
10 Fu 10 11 1945 25 11 1946 umnummeriert in 20
10(II) Fu 01 01 1947 18 12 1948 01 07 1950 31 12 1954 24 12 1975
11 Fu 18 11 1946 26 01 1949 16 12 1949 01 04 1955 30 12 1972
12 Fu 18 11 1946 24 12 1948 14 12 1949 03 03 1956 30 06 1972
13 Fu 01 01 1947 09 02 1949 20 05 1950 16 12 1955 30 12 1972
14 Fu 01 01 1947 24 11 1948 16 01 1951 11 02 1956 30 12 1972
15 Fu 08 11 1945 22 12 1947 umnummeriert in 22
15(II) Fu 22 12 1947 30 08 1948 11 01 1950 04 11 1955 30 12 1974
16 Fu 01 01 1947 01 09 1948 30 05 1950 04 11 1954 30 12 1974
17 Fu 01 01 1947 03 09 1948 21 10 1950 31 08 1956 30 06 1974
18 Fu 10 11 1945 06 09 1948 18 02 1950 18 06 1954 30 12 1972
19 Fu 10 11 1945 08 09 1948 07 05 1949 06 10 1955 30 06 1972
20 Fu 25 11 1946 10 09 1948 09 03 1949 03 07 1956 29 06 1975 ex 10
21 Fu 10 11 1945 16 02 1948 20 03 1950 24 02 1956 29 06 1975
22 Fu 22 12 1947 15 09 1948 1 11 08 1950 04 10 1954 30 12 1972 ex 15
23 Fu 01 01 1947 05 04 1956 31 03 1949 31 08 1956 29 06 1975
24 Fu 15 02 1947 14 09 1948 2 03 11 1950 28 03 1956 30 12 1972 ex 9
25 Fu 01 01 1947 30 03 1949 30 03 1949 20 02 1956 30 12 1972 Museum
26 Fu 01 01 1947 10 02 1949 24 10 1950 27 05 1955 30 12 1972
27 Fu 01 01 1947 07 07 1949 09 07 1950 10 06 1955 30 12 1972
28 Fu 07 11 1945 16 09 1948 05 08 1950 07 08 1954 24 12 1975
29 Fu 01 01 1947 01 03 1949 22 06 1950 15 04 1955 24 12 1975
30 Fu 05 11 1945 31 03 1948 07 06 1949 04 06 1954 24 12 1975

1: Tw 22 erhielt am 23. August 1967 einen Stromabnehmer der Type SS 53/58.

2: Tw 24 erhielt am 22. November 1965 einen Stromabnehmer der Type SS 53/58.


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