NightLine (Wien)

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Nightline.jpg
Nightlinie N60 am Schwedenplatz

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Nach vielen Jahren der betrieblichen Nachtruhe und keinerlei öffentlichen Verkehr in den Nachtstunden, nach Betriebsschluss des Tagesverkehrs, wurde am 28. Juni 1986 von den Wiener Verkehrsbetrieben ein neues Nachtautobusnetz mit insgesamt 8 Linien (N1 - N8) in Betrieb genommen, die allerdings nur am Wochenende verkehrten. Ausgangspunkt war der Schwedenplatz, wo sämtliche Linien zur gleichen Zeit (immer um 00 bzw. 30) abfuhren und ihre Rundkurse in die einzelnen Bezirke antraten.

Alter Nightline Fahrscheinautomat am Schwedenplatz (15.11.1999)

Aufgrund der fahrplanmäßigen Gegebenheiten und der Streckenführung konnten jedoch nur Teile des Stadtgebietes erschlossen werden, manche Bezirksteile, selbst mit hoher Bevölkerungsdichte, wurden überhaupt nicht durch die Nachtbuslinien erschlossen. Nicht nur durch den eigenen (höreren) Nachttarif (25 Schilling = 1,81 Euro), aber auch durch die Streckenführungen waren diese Nachtautobuslinien nicht besonders stark ausgelastet. Zum Einsatz gelangten damals ausschließlich Busse der 84er Serie der Type LU 200 M11, da diese bereits, im Gegensatz zu den älteren Fahrzeugen der 85er und 86er Serie, mit den neuen orangen Fahrscheinautomaten ausgestattet waren, wo nicht nur zwei Fahrscheinkategorien (Erwachsene bzw. Kinder), sondern auch eigene Nachtautobusfahrscheine, erhältlich waren. Diese Fahrscheinautomaten erhielten einen entsprechenden grünen Aufkleber mit dem Nachttarif. Dieser Nachtverkehr blieb mehr als 9 Jahre unverändert, lediglich im Jahre 1994 wurde eine Stichlinie N11 von Kagran nach Eßling geschaffen.

Erst zum 26. Oktober 1995 wurde der Nachtverkehr neu strukturiert und insgesamt 22 tägliche Linien, die sich zum größten Teil an den Tageslinien orientieren, eingerichtet. Dabei wurden gleichzeitig umfassende Marketingmaßnahmen getätigt und der Nachtverkehr als "Nightline" bezeichnet. Mit einer groß angelegten Werbekampagne in Kinowerbespots, Zeitungsinseraten und Werbeplakaten wurde für das neue Nachtautobusnetz geworben. Am Eröffnungstag selbst gab es zahlreiche Werbeveranstaltungen, sowie Freifahrt. Als Besonderheit waren außerdem die ersten Fahrzeuge jeder Linie festlich geschmückt, bis auf die Linien der Garage Vorgarten kamen in den Anfangsjahren auf allen anderen Linien ausschließlich Niederflurbusse der Type NL 205 M12 mit Matrixanzeigen zum Einsatz.

Dank der neuen, kundenfreundlichen Streckenführungen und den leicht merkbaren Fahrplänen wurde die "Nightline" zu einem großen Erfolg mit hohen Fahrgastzahlen, nicht nur am Wochenende. In Folge dessen mussten schon relativ bald an Wochenenden auf den einigen Linien Gelenkbusse eingesetzt werden, da die Normalbusse voll besetzt waren. Anfangs war die Nightline auch nur mit dem eigenen Nachttarif benützbar, die Fahrgäste mussten den Fahrschein beim Automaten kaufen, erst seit dem 1. Juni 2002 können die Nachtautobusse auch mit Zeitkarten und VOR-Fahrscheinen benützt werden. In dieser Zeit wurden bei der Oper und auch am Schwedenplatz eigene Fahrscheinautomaten für die Nightline errichtet, die es noch heute gibt. Außerdem gab es oftmals an Wochenenden Standschaffner bzw. wurden die Fahrkarten auch im Expeditbus Nr. 9912, welcher bei der Oper stand, verkauft. Am 2. Jänner 1999 kam es zu ersten Anpassungen im Nachtverkehr (siehe Geschichte), am 26. März 2006 wurde das Nightline Netz reformiert und den aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Aufgrund der steigenden Fahrgastzahlen mussten an Wochenenden schon einige Linien auf Gelenkbusse umgestellt werden, eine besonders hohe Auslastung gibt es jährlich anlässlich des Donauinselfestes, wo zahlreiche Nachtautobuslinien zusätzlich verstärkt werden.

Linien

Sa/So/Ft ... verkehrt in den Nächten vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen
Mo–Fr ... verkehrt in den übrigen Nächten
keine Angabe ... verkehrt täglich
Kein NightLine-Betrieb in der Silvesternacht (teilweise durchgehender Tagesverkehr)!

Haltestellenpläne

Oper Nightline (Wien) Haltestellenplan Oper.png Schottentor
Nightline (Wien) Haltestellenplan Schottentor.png
Schwedenplatz
Nightline (Wien) Haltestellenplan Schwedenplatz.png
Kagran
Nightline (Wien) Haltestellenplan Kagran.png
 
Floridsdorf
Nightline (Wien) Haltestellenplan Floridsdorf.png
Friedrich-Engels-Platz bis 9.5.08
Nightline (Wien) Haltestellenplan Friedrich-Engels-Platz.png
Nussdorfer Straße
Nightline (Wien) Haltestellenplan Nussdorfer Strasse.png
Urban-Loritz-Platz
Nightline (Wien) Haltestellenplan Urban-Loritz-Platz.png
 
Westbahnhof
Nightline (Wien) Haltestellenplan Westbahnhof.png
Gaudenzdorfer Gürtel Nightline (Wien) Haltestellenplan Gaudenzdorfer Guertel.png Matzleinsdorfer Platz
Nightline (Wien) Haltestellenplan Matzleinsdorfer Platz.png
Quellenplatz bis 31.12.07
Nightline (Wien) Haltestellenplan Quellenplatz.png
 
Enkplatz (Grillgasse) bis 30.12.07
Nightline (Wien) Haltestellenplan Grillgasse.png
Alterlaa + Steinsee
Nightline (Wien) Haltestellenplan Alterlaa.png

Geschichte

Gräf/Steyr NL 205 M12 Nr. 8974 auf der Linie N68 in der Endstation Quellenplatz
  • 28. Juni 1986: Aufnahme eines Nachtbusbetriebes an Wochenenden mit 8 Rundkurs-Linien (N1 bis N8), welche vom zentralen Nachtbusknoten Schwedenplatz zwischen 0.30 Uhr und 4.00 Uhr alle halben Stunden abfuhren. Fahrzeit 45 bis 57 Minuten. Tarif: 25 öS.
  • (?): Streckenänderung Linie N8 (über Rotundenbrücke statt Aspernbrücke).
  • (?): Einführung eines Taxi-Anschlusses zu den Nachtlinien. Am Schwedenplatz kann bei einem Mitarbeiter der Wiener Linien ein Taxi (Taxifunk 60 1 60) zur gewünschten Haltestelle bestellt werden (zum normalen Taxi-Tarif).
  • 1994:
    • Zusätzliche Stichlinie N11 Kagran – Eßling mit Anschluss an Linie N1.
    • Streckenänderung Linie N1 im Bereich Kagran und Leopoldau.
    • Abfahrten um 0:30 ab Schwedenplatz entfallen, Kurse um 4:00 ab Schwedenplatz verkehren nur mehr stadtauswärts.
  • 26. Oktober 1995: Umstellung des Nachtbusnetzes auf täglich verkehrende 22 Linien, die sich an den Tageslinien orientieren. Betriebsbeginn wieder ca. 0:30 Uhr. Tarif: 25 öS für eine Einzelfahrt (wie im Tagverkehr mit Umsteigen), für die meisten Zeitkartenbesitzer 10 öS.
  • 7. Jänner 1998:
    • Die Haltestelle Bischofgasse wird von den Linien N58 und N60 nicht mehr eingehalten, die Busse fahren nun direkt über die Linke Wienzeile.
    • Verlängerung der Linie N67 bei Bedarf von der Oberlaaer Straße bis zum Großmarkt Inzersdorf.
    • Die Linie N71 fährt stadteinwärts durch die Florian-Hedorfer-Straße
  • 1. Mai 1998: Einmaliger Betrieb der 22 Nachtautobuslinien am Vormittag bis etwa 13 Uhr durch private Busunternehmen.
Siehe Busverkehr Vormittag 1. Mai 1998 (Wien)
  • Von 2. Juni bis 4. Juli/5.7. 2008 wurde die Nachtbusrundlinie N1 auf der Strecke Schwedenplatz - Kai - Ring - Zweierlinie - Ring - Kai - Schwedenplatz betrieben.
  • 29. März 2009: Die Linie N50 wird nach Auhof verlängert.
  • Neue Linienführungen in der Donaustadt: Die Linie N20 ist täglich nur mehr zwischen Strebersdorf und Kagraner Platz unterwegs bzw. als ASTax am WE auch zwischen Kagraner Platz und Neueßling. Der ASTax Rundkurs unter der Woche (Kagraner Platz > Hirschstetten > Breitenlee > Kagraner Platz) wird in ASTax N23 umbenannt. Den Streckenteil Kagraner Platz - Am Heidjöchl (WE) übernimmt die neue Linie N23.
  • 4. September 2010: Die U-Bahn fährt an Wochenenden und Feiertagen auch nachts, Anpassungen der Nachtbusse:
    • Linie N6: verkehrt täglich zwischen Enkplatz und Westbahnhof
    • Linie N25: verkehrt nur mehr an Werktagen (außer Samstag)
    • Linie N26: verkehrt an Wochenenden und Feiertagen nur mehr zwischen Eßling und Kagran
    • Linie N31: fährt an Wochenenden und Feiertagen über Franz-Jonas-Platz statt "Am Spitz"
    • Linie N35: verkehrt an Wochenenden und Feiertagen nun zwischen Salmannsdorf und Spittelau
    • Linie N36: verkehrt täglich als Astax
    • Linie N38: fährt an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr Ring-Rund
    • Linie N46: hält in Richtung Oper auch am Karlsplatz (Haltestelle 59A)
    • Linie N49:
      • Mo-Fr: hält in Richtung Oper auch am Karlsplatz (Haltestelle 59A)
      • Sa,So,Ft: verkehrt zwischen Hütteldorfer Straße und Auhof, und ersetzt damit den eingestellten N50
    • Linie N50: eingestellt am 29. August 2010, Ersatz durch N49 ab 4. September 2010
    • Linie N54: geänderte Linienführung zwischen Hietzing, Kennedybrücke und Unter St. Veit über Hietzinger Hauptstraße, als Ersatz für den eingestellten N58
    • Linie N58: eingestellt am 29. August 2010, Ersatz durch N54 ab 4. September 2010, Haltestelle Hummelgasse wird nicht mehr bedient
    • Linie N60: verkehrt an Wochenenden und Feiertagen nur mehr zwischen Hietzing und Mauer
    • Linie N62: hält in Richtung Oper auch am Karlsplatz (H. 59A) und fährt an Wochenenden und Feiertagen über Philadelphiabrücke statt "Wienerbergbrücke"
    • Linie N64: verkehrt nur mehr an Werktagen (außer Samstag)
    • Linie N66: verkehrt an Wochenenden und Feiertagen nun zwischen Reumannplatz und Liesing
    • Linie N67: verkehrt täglich zwischen Quellenplatz und Inzersdorf
    • Linie N68
    • Linie N75: verkehrt nur mehr an Werktagen (außer Samstag)

Aufgelassene Linien

Aufgelassen 1950

Aufgelassen 1970

Aufgelassen 1995

Aufgelassen 2000

Aufgelassen 2007

Aufgelassen 2008

  • Linie N1: Rundkurs Schwedenplatz - Ring - Zweierlinie - Kai - Schwedenplatz

Aufgelassen 2010

  • Linie N50 (nur Sa/So/Ft) : Kärntnerring, Oper - Hütteldorf - Auhof
  • Linie N58 (nur Sa/So/Ft) : Ring, Kai - Hietzing - Unter St.Veit

Linien (bis 25. März 2006)

Weblinks


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