Lup
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StadtBus Lup
Lup ist der Name, unter dem der St. Pöltner Stadtverkehr seit dem 27. Dezember 2007 vermarktet wird. "Lup" ist ein Kunstwort aus lat. "lupus" ("Wolf", das St. Pöltner Wappentier) und engl. "loop". Die Grundfarbe ist blaugrau mit weiß; das rote Lup-Logo stellt einen stilisierten Wolf dar.
Das zugrundeliegende Verkehrskonzept wurde vom Schweizer Planungsbüro Müller&Roman gemeinsam mit dem Magistrat St. Pölten entwickelt. Die Lup-Corporate Identity (die visuelle Gestaltung von Bussen, Haltestellen und Fahrplänen) wurde in Zusammenarbeit mit der New Design University St. Pölten erstellt.
Eckpunkte des Lup-Konzeptes sind:
- Neugestaltetes Liniennetz.
- Verdichteter Taktfahrplan im gesamten Netz (5-10 Minuten im Zentrum, 15-30 Minuten in den äußeren Stadtteilen).
- Abdeckung neuer, bisher unversorgter Gebiete.
- Zusätzliche Haltestellen.
- Neue Umsteigeknoten.
- Busspuren mit Ampelbeeinflussung.
- Dynamische Informationssysteme (FGI-Displays) an wichtigen Haltestellen und in Bussen.
- Statische Informationssysteme (Stelen) an allen Haltestellen.
- Neue Corporate Identity.
- Sukzessive Umstellung der gesamten Busflotte auf umweltfreundliche CNG-(Erdgas-)Busse als erster Stadtverkehrsbetrieb in Österreich.
Geschichte
Ausgangslage
Der alte Stadtverkehr (von 19xx bis ins Jahr 2007) war für eine Stadt der Größe St. Pöltens schon lange unzureichend, sowohl betreffend der Linien als auch der Fahrzeiten und Takte. Dies resultierte in einem unterdurchschnittlichen Anteil des ÖPNV am Modal Split. Darüber hinaus nahm, nicht zuletzt durch die Landeshauptstadtwerdung 1986, gegen Ende des 20. Jahrhunderts der Individualverkehr massiv zu.
City Sprinter
Bereits im Jahr 1996 wurde von der Grünen Alternative St. Pölten eine Studie zur Neugestaltung des öffentlichen Verkehrs erarbeitet und im Mai unter dem Namen "City Sprinter" vorgestellt. Kernelemente waren die Neugestaltung des Liniennetzes, Taktverkehr auf allen Linien, die Verlegung des Regionalbusbahnhofs auf die Nordseite des Hauptbahnhofes, eine Neugestaltung des südlichen Bahnhofplatzes mit Stadtbus-Haltestellen vor dem Hauptgebäude, sowie eine neue Corporate Identity. Folgende Linien waren für die erste Ausbaustufe vorgesehen: 1 (Waldsiedlung – Josefstraße – Viehofen), 2 (Porschestraße – Handel-Mazetti-Straße – Ratzersdorfer See), 3 (Teufelhof – Eybnerstraße), 4 (Friedhof/Eisberg – Wagram – Traisenpark), 5 (Friedhof/Kupferbrunnberg – Wagram (außen) – Traisenpark), 6 (Hbf – Pottenbrunn), 7 (Hbf – Harland – St. Georgen). Zusätzlich wären auch zwei Linien ins Umland geplant: 8 (Hbf – Pyhra), 9 (Regierungsviertel – Karlstetten). Der City Sprinter wurde in dieser Form nie realisiert; viele Elemente finden sich jedoch im heutigen Lup wieder.
Lup
Im Jahr 2002 wurde im Auftrag der Stadt St. Pölten ein neues Konzept für den öffentlichen Verkehr entwickelt, das am 29. Jänner 2003 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es folgten langwierige Verhandlungen mit Land und Bund bezüglich der Finanzierung, ehe am 12. Dezember 2006 eine Einigung erzielt werden konnte. Noch im selben Jahr wurde mit diversen Vorarbeiten zur Realisierung des inzwischen neu überarbeiteten und mit "Lup" benannten Konzeptes begonnen:
- Errichtung neuer Busspuren mit Ampelbeeinflussung.
- Errichtung erster dynamischer FGI-Anzeigen an Haltestellen.
- Ausstattung erster Busse mit LCD-Displays, die eine Übersicht über die folgenden Stationen anzeigen.
- Austausch erster alter Wartehäuschen durch neue Wartehäuschen im Lup-Design.
- Vorarbeiten zur Errichtung neuer Haltestellen.
- Inbetriebnahme der ersten erdgasbetriebene Busse (CNG).
Am 27. Dezember 2007 erfolgte die vollständige Umstellung auf das neue Konzept:
- Einstellung der alten Linien 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 26, 56.
- Inbetriebnahme der neuen Linien 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
Am 17. Januar 2008 wird der Lup schließlich im Rahmen eines Festaktes offiziell in Betrieb genommen. Gleichzeitig gibt es an 3 Tagen 17.-19. Januar 2008 Freifahrt auf allen Linien.
Zukunft
Das derzeitige Netz ist in seinen Grundzügen bis ins Jahr 2010 fixiert. Es gibt Pläne für den weiteren Ausbau des Lup, beispielsweise weitere Netzverdichtungen und Betriebsausweitungen in den Abendstunden sowie an Sonn- und Feiertagen. Die Verwirklichung dieser Pläne bzw. andere größere Änderungen sind dabei sowohl von den bisherigen Ergebnissen und Erfahrungen, als auch von weiteren Zuschüssen durch Bund und Land abhängig.
Siehe auch
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