Linie N (Wien, 1980-2008)
| Linie N (Wien, 1980-2008) | |
|---|---|
| Liniensignal: |
|
| Einführung: | 28. Juni 1980 |
| Einstellung: | 26. Oktober 2008 |
| Betreiberfirma: | Wiener Linien |
| Länge: | 7,075 km |
Prater, Hauptallee - Friedrich-Engels-Platz
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Die Straßenbahnlinie N wurde von der Abstellanlage Brigittenau betrieben.
Personalablöse: Endstation Friedrich-Engels-Platz (Container)
RBL-Expedit: Floridsdorf
Besonderheit
Der erste N-Wagen über Dresdner Straße fuhr ab Jägerstraße U über Höchstädtplatz und weiter entlang der Stammstrecke zum Schwedenplatz-Gleisanlage der ehemaligen Linie 21.
Streckenverlauf
Die Linie N fuhr ab Prater Hauptallee über Rotundenallee - Wittelsbachstraße - Rotundenbrücke - Rasumofskygasse - Löwengasse - Radetzkystraße - Uraniastraße - Franz-Josefs-Kai - Marienbrücke - Lilienbrunngasse - Gredlerstraße - Taborstraße - Nordbahnstraße - Dresdner Straße - Höchstädtplatz - Marchfeldstraße zum Friedrich-Engels-Platz
Folgende Haltestellen wurden eingehalten:
- Prater, Hauptallee
- Wittelsbachstraße (80A)
- Rasumofskygasse (nur FR Prater Hauptallee; 4A)
- Löwengasse (nur FR Floridsdorfer Brücke; 4A)
- Hetzgasse
- Radetzkyplatz (O Praterstern)
- Hintere Zollamtsstraße (O Rudolfshügelgasse) (Kurzführung aus Richtung Floridsdorfer Brücke)
- Julius-Raab-Platz, Urania
- Schwedenplatz U (U1, U4, 1, 2, Flughafenbus, 2A) (Kurzführung möglich aus Richtung Floridsdorfer Brücke, Gleis - ehemalige Linie 21)
- Marienbrücke (nur Richtung Hauptallee)
- Gredlerstraße (nur Richtung Floridsdorfer Brücke)
- Karmeliterplatz (Ans.-Z.: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Amtshaus Leopoldstadt) (5A)
- Taborstraße U (Ans.-Z.: Kindermedizinisches Zentrum Augarten) (U2)
- Heinestraße (80A)
- Am Tabor (5)
- Rebhanngasse
- Innstraße
- Traisengasse S (S-Bahn Stammstrecke, 5A)
- Dresdner Straße U (U6, 37A Engerthstraße/Traisengasse, 5A)
- Höchstädtplatz (31 Schottenring, 33, 37A Nussdorfer Straße U)
- Friedrich-Engels-Platz (nur Richtung Hauptallee)
- Floridsdorfer Brücke, Friedrich-Engels-Platz (11A, 31 Stammersdorf, 5A)
Linienchronik
| von | bis | Linienführung | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 28. Juni 1980 | 26. Oktober 2008 | Friedrich-Engels-Platz - 29 - K - 78 - Prater, Hauptallee | |
| 28. Juni 1980 | 24. April 1989 | Friedrich-Engels-Platz - 29 - 27 - 79 - 78 - K - 29 - Friedrich-Engels-Platz | BB |
| 12. Jänner 1987 | ----- | Friedrich-Engels-Platz - 29 - K - 78 - Matthäusschleife | Schnee |
| 4. September 1988 | ----- | Börse - R - K - 78 - Prater, Hauptallee | Volksstimme-Fest |
| 23. Mai 1990 | ----- | (ESF Bhf. Simmering - R -) Börse - R - K - 78 - Prater, Hauptallee | Stadion |
| 15. Juli 1992 | ----- | Floridsdorf S - 31 - 29 - 27 - Praterstern | Schnellbahn-Störung |
| 15. Juli 1992 | ----- | Floridsdorf S - 31 - 29 - Schwedenplatz | SB-Störung; 13-17 Uhr |
Betriebseinschränkungen und SEV mit Autobussen (S = Straßenbahn, A = Autobus)
| von | bis | Linienführung | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 27. August 1998 | 30. August 1998 | Friedrich-Engels-Platz - 29 - Schwedenplatz | S |
| 27. August 1998 | 30. August 1998 | Marienbrücke - Prater Hauptallee | A |
Geschichte
Im Reichsgesetzblatt vom 29. März 1899 wurde der Strecke zur Hauptallee unter den Nummern 2 und 32 die Konzession erteilt.
Die Strecke 2, die für die WT bereits 1873 als Pferdetramway konzessioniert worden war, führte vom Stubenring - Radetzkystraße - Löwengasse bis zur Rasumofskygasse.
Die Strecke zur Hauptalle war für die WT 1898 lediglich als Ausstellungsbahn genehmigt worden. Der entsprechende Absatz im Reichsgestzblatt 1899 zur Konzessionserteilung für die BBG lautet wörtlich:
"32. von der Löwengasse durch die Rasumofskygasse über die Sophienbrücke, durch die Wittelsbachstraße bis in den k. k. Prater mit Unterfahrung der Hauptallee bis zur Rotunde)." (Zitat Ende).
Leider wurde die Unterführung der Hauptallee niemals realisiert.
In Folge der Einstellung der Zweierlinien wurde am 28. Juni 1980 die neue Linie N ins Leben gerufen. In diesem Zusammenhang wurde die HVZ-Linie 29 eingestellt und die bisher zum Friedrich-Engels-Platz geführte SL O bis Praterstern gekürzt.
- Freitag, 31. Dezember 1982 / Samstag, 01. Jänner 1983: Durchgehender Silvesternachtbetrieb. Strecke Floridsdorfer Brücke (Friedrich-Engels-Platz) – Schwedenplatz, Intervall 20 Minuten
- 21. August 2004: Die Linie N wird ins RBL aufgenommen.
- Anfang Juni 2005: Die Abendfahrten ab Wexstraße werden nur noch wenn Schule durchgeführt.
- Anfang Oktober 2006: Die Abendfahrten ab Wexstraße werden nun auch wieder in den Ferien durchgeführt. Und auch samstags.
- 23. März 2007: Letztmalig werden die kurzgeführten Abendkurse zum Schwedenplatz geführt. Die abendlichen Einschubkurse (von der Wexstraße zum Friedrich-Engels-Platz) bleiben jedoch erhalten, die Kurse am Samstag wurden wieder abgeschafft.
- 12. + 13. Juli 2008: Während der Veranstaltungen "Regenbogenparade" am Samstag und "Radrundfahrt" am Sonntag wurden die Züge ab der Haltestelle Heinestraße über diese und die Mühlfeldgasse zum Praterstern geführt. Zwischen Taborstraße U und Schwedenplatz U verkehrte nicht die Linie 80A, dafür wurde der baubedingt kurzgeführte O-Wagen ab Radetzkystraße über Linie N zur Hauptallee geführt.
- 26. Oktober 2008: Kurz nach Mitternacht ziehen die letzten Züge der Linie N in die Abstellanlage ein.
Relikte
- Das Abhängen von Beiwägen in den Schwachlastzeiten wird nur noch selten durchgeführt, wie z.B. auf der Linie N (und wird sogar im Fahrplan [ausrückende Züge vom Betriebsbahnhof Brigittenau bis Friedrich-Engels-Platz] vermerkt). Andere Betriebsbahnhöfe wie Rudolfsheim oder Favoriten führen das nur noch Samstag nachts (Fr auf Sa) durch. Die Linie 58 fährt sogar nur an Sonn- und Feiertagen solo.
- Das Stockgleis in der Schleife Hauptallee ist das letzte Stockgleis Wiens auf offener Strecke und zugleich das letzte Relikt aus der Zeit vor der Einführung des Rechtsfahrordnung in Österreich 1938. Der hintere Teil des Stutzens stammt möglicherweise noch aus dem Jahr 1899 und könnte somit das älteste Gleis Wiens außerhalb von Bahnhofsbereichen sein. Die letztmalige Benutzung dürfte anlässlich des Taizé-Treffens 1997 für das Hinterstellen von Zügen der Linie E erfolgt sein.
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