Linie 72 (Wien, 1991-2000)

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Linie 72 (Wien, 1991-2000)
Liniensignal: Liniensignal 72 neu.jpg
Einführung: 6. April 1991
Einstellung: 2. Dezember 2000
Länge: 6,551 km


SchlachthausgasseZentralfriedhof, 3. Tor

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Linie befuhr lediglich nur einen minimalen Streckenteil selbst. Und zwar das Verbindungsgleis vom Rennweg zur Landstraßer Hauptstraße. Somit hätte es auch eine Linie 18/71 geben können.

Streckenverlauf

Die Linie 72 befuhr Teile der Linien 18 und 71. Die Fahrt begann bei der U3-Station Schlachthausgasse. Zunächst wird die Markhofgasse und die Erbergstraße befahren. Danach ging über Schlachthausgasse und Landstraßer Hauptstraße zum Rennweg. Hier bogen die Züge ein und fuhren entlang des Rennwegs und anschließend über Simmeringer Hauptstraße zum Zentralfriedhof.

Es wurden folgende Haltestellen bedient (alle Haltestellen außer St. Marx sind erhalten):

Am Einstellungstag gab es zumindest in Richtung Schlachthausgasse noch eine aktualisierte Version der Haltestellen-Ansage.

Geschichte

Die Linie bestand von der Eröffnung des ersten U3-Teilstücks zwischen Volkstheater und Erdberg am 6. April 1991 bis zur Fertigstellung nach Simmering am 2. Dezember 2000 als Zubringer. Sie wurde vom Betriebsbahnhof Simmering (SIM) mit E1+c3 und E2+c5 betrieben. In der letzten Betriebswoche kamen jedoch ausschließlich E2+c5 zum Einsatz, damit nicht Sammler die Besteckungen entwenden. Außerdem gab es einen Tauschzug aus der Remise Favoriten der (an allen Tagen?) freitags, gegen 14:30 nach Simmering fuhr. Eine Zeit lang fuhr dann noch ein Zug als Linie 71. Für den Allerheiligenverkehr im Jahr 2001 und den Stadionverkehr in den Jahren 2001 bis 2003 wurde die Linie nochmals betrieben.

Linienchronik

von bis Linienführung Anmerkung
6. April 1991 1. Dezember 2000 Zentralfriedhof - Schlachthausgasse
2. Dezember 2000 --------------------------- Zentralfriedhof - Schlachthausgasse bis ca. 13:00
1. November 2001 --------------------------- Zentralfriedhof - Grillgasse (Gottschalkgasse) Friedhofsverkehr

Kurios

Die Abfahrtszeiten in der Endstation Schlachthausgasse waren (meistens) so angelegt, dass beim Umsteigen von der U3 die maximale Wartezeit entstand. Sobald der Fahrer die Ankunft des U-Bahn-Zugs signalisiert bekam, fuhr er los. Wer zügig die Stiegen erklomm (Rolltreppe gab es keine!), konnte die Straßenbahn noch durch die Schlachthausgasse davonfahren sehen.

Die Züge der Linien 71 und 72 fuhren stets unmittelbar hintereinander. So unterblieb leider auf der Simmeringer Hauptstraße eine mögliche Intervallhalbierung, welche zuminderst zeitweise aufgrund der Unterschiedlichen Intervalle der Linie 71 (3min HVZ) und der Linie 72 (6min HVZ) nicht machbar war.


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