IKEA-Bus
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Allgemeines
Der "IKEA-Bus" ist ein direkter Zubringerbus von der Wiener Innenstadt zum bekannten schwedischen Möbelhaus, das sich bei der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, im Süden Wiens befindet. Dieser Shuttlebus wurde am 18. November 1985 eingerichtet, mit der Durchführung wurden von Anfang an bis Februar 2012 die Wiener Lokalbahnen beauftragt, die zu diesem Zwecke ein eigenes, speziell gestaltetes Fahrzeug bereitstellten. Bei Ausfall des Stammwagens kam ein herkömmlicher WLB Linienbus zum Einsatz.
Viele Jahre konnte man den stündlich verkehrenden IKEA-Bus in beide Richtungen gratis benützen, seit ? ist nur mehr die Hinfahrt kostenlos, für die Rückfahrt muß eine eigene Fahrkarte zum Preis von € 1,50 (früher 20,- ÖS) bei der Informationsstelle gekauft werden.
In den 90er Jahren ??? wurde außerdem der Fahrplan geändert, der Bus verkehrt seither nur mehr alle 90 Minuten.
Auch für das Einrichtungshaus in Haid bei Linz wurde früher ein eigener Zubringerbus eingerichtet, der von Linz bzw. auch Wels nach Haid fuhr. Der Linzer Bus wurde von der Fa. Wilhelm Welser, Traun, der Welser von der Fa. SAB Tours betrieben. Die "Linien" wurden aber inzwischen wieder eingestellt, von Wels ist das Möbelhaus nicht mehr mit dem Bus erreichbar.
Die anderen schwedischen Möbelhäuser sind teils sehr gut (Salzburg), teils sehr schlecht (Wien-Nord) mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Betriebszeiten
- Montag bis Mittwoch: 10.00 - 19.45 Uhr
- Donnerstag - Freitag: 10.00 - 21.15 Uhr
- Samstag: 8.30 - 18.15 Uhr
im 90 Minuten Intervall
Streckenverlauf
Wien-Oper (Nebenfahrbahn) - Kärntner Straße - Operngasse - Paulanergasse - Wiedner Hauptstraße - Matzleinsdorfer Platz - Triester Straße - B17 - Shopping City Süd - IKEA Parkplatz
Viele Jahre wurde auch die Südautobahn (A2) zwischen der Wiener Stadtgrenze und der SCS benützt, seit der Einführung der GO-Boxen für Autobusse (kilometerabhängige Maut) fährt der IKEA-Bus nur mehr über die Bundesstraße, bis zum Jahre 2003 hatte das Stammfahrzeug eine Autobahnvignette.
Stationen:
- Wien Oper, Haltestelle der Linie 360 in der Nebenfahrbahn
- IKEA, für viele Jahre befand sich die Haltestelle samt eigenem Wartehäuschen mitten am riesigen Parkplatz vor dem Möbelhaus, nach dem Umbau und der Erweiterung des Möbelhauses samt Parkgarage wurde die neue Haltestelle in unmittelbarer Nähe des Ausgangs errichtet.
Der Strecke zwischen den beiden Endstationen wird ohne Zwischenhalt befahren.
Geschichte
- 18. November 1985: 1. Betriebstag und Inbetriebnahme dieses Zubringerverkehrs
- 1995: der alte MAN SL 200 Nr. 24 wird ausgemustert
- Oktober 1996: "neuer" Stammwagen, Gräf & Stift SL 202 Nr. 76
- Frühjahr 2002: der Bus Nr. 76 wird ausgemustert
- April 2002: Inbetriebnahme des aktuellen Stammfahrzeugs MAN NL 263 Nr. 42
- März 2012: Gschwindl übernimmt den IKEA-BUS.
Fahrzeuge
Schon seit der Inbetriebnahme am 18. November 1985 waren hier immer besonders gestaltete Busse der WLB im Einsatz, die zuvor als herkömmliche Linienbusse fungierten. Bei Ausfall des Stammwagens muß jedoch ein herkömmlicher WLB Linienbus diese Fahrten übernehmen.
Bei allerersten IKEA-Bus handelte es sich um den MAN SL 200 Nr. 24 (N 732.491) aus dem Jahre 1981, der in den folgenden 14 (!) Jahren der Stammwagen blieb und erst 1995 ausgemustert wurde. In dieser Zeit änderte sich das Aussehen dieses Busses mehrmals, er trug jedoch schon seit damals immer eine Totalwerbung für seinen besonderen Einsatzzweck, weswegen er sich von den restlichen Bussen der Wiener Lokalbahnen deutlich unterschied. Desweiteren war er die meiste Zeit nicht oder kaum als WLB-Bus gekennzeichnet oder erkennbar.
Lange Jahre wurde dieser Zubringerbus auch als "Elch-Expreß" bezeichnet und besonders auffällig gestaltet: Seitlich war ein riesiger IKEA-Elch als Buslenker abgebildet, wobei der Kopf des berühmten IKEA-Elchs dabei seitlich als große Pappfigur auf dem Dach des Busses montiert war. Die Grundfarbe des Busses war gelb.
Anfang der 1990er Jahre wurde der Bus Nr. 24 in blau mit gelbem Dach umlackiert und die Elchfigur abmontiert. In diesem echter schlichten und unauffälligen Design blieb er noch bis zum Jahre 1995 im Einsatz.
Danach verdienten sich noch für wenige Monate die ältesten Busse der WLB, die Setra S 130S (u.a. Nr. 19 und 22) hier abwechselnd ihr letztes Gnadenbrot, bevor sie endgültig aus dem Bestand ausgeschieden wurden. Diese Setra verblieben in der herkömmlichen WLB Lackierung, lediglich ein kleines Taferl hinter der Windschutzscheibe kennzeichnete den Einsatzzweck.
Schließlich wurden im Oktober 1996 die Setra durch den Gräf & Stift SL 202 Nr. 76 vom Baujahr 1990 abgelöst, der in den folgenden Jahren das Stammfahrzeug bleiben sollte. Bis zum Dezember 1996 blieb er unverändert, erst danach wurde der Bus gelb umlackiert und erhielt zugleich eine neue Totalwerbung des Auftraggebers. Dabei wurden auch die Zielschildkästen mit Folien überklebt, sodaß ein Einsatz im normalen Linienverkehr (als Ersatzbus) nicht mehr möglich war. Der zweite IKEA-Bus wurde schon nach ca. 5 1/2 Jahren Einsatzzeit auf dieser Strecke wieder abgelöst und ausgeschieden.
Im Frühjahr 2002 waren für kurze Zeit die damals neuen MAN NL 223/263 Nr. 37 und 41 im Einsatz bis schließlich im April 2002 der erst wenige Wochen alte MAN NL 263 Nr. 42 zum neuen und aktuellen IKEA-Bus bestimmt wurde. Diese Entscheidung wurde offensichtlich erst nach der Fahrzeugbestellung und Inbetriebnahme gefällt, da der Bus die gesamte Linienausstattung (Matrixzielanzeige usw) besitzt und zuvor auch wenige Einsätze im Linienverkehr im Raum Baden hatte. Wäre der Bus damals extra für diesen Shuttle bestellt worden, hätte man auf die Linienausstattung verzichten können.
Dem aktuellen Trend folgend, wurde der Bus schließlich für seine zukünftige Aufgabe mit blauen Folien komplett beklebt. Dabei wurden auch sämtliche Fenster mit Ausnahme des Fahrerfensters und der ersten Türe mit Lochfolien beklebt, das dem Fahrzeug das Aussehen eines Lieferwagens bescherte. Nach dem eher "biederen" 76er ist der aktuelle Wagen wesentlich auffälliger und werbewirksamer, auch wenn es auf Kosten der Fahrgäste geht, deren Aussicht durch die Rasterfolien etwas getrübt ist.
Mit der Inbetriebnahme des Busses Nr. 42 kam man von den üblichen Gepflogenheiten ab und verwendete erstmalig ein neues Fahrzeug für dieses Aufgabengebiet. Im Gegensatz zum Vorgängerwagen wurde die Zielanzeige nicht überklebt, da es sich um eine Punktmatrixanzeige handelt, wo man flexibel Texte erstellen kann.
In den Jahren 2002 und 2003 konnte man außerdem öfters den IKEA-Bus in der Früh auf einer einzigen Kursfahrt der 16A von der Slamastraße zum Marschallplatz beobachten, da dieser Verstärkerkurs im Dienstplan des IKEA-Busfahrers enthalten war und es sich zeitmäßig vor der ersten Abfahrt von der Oper ausging. Dadurch kam der total beklebte Wagen auch im neuen Design zu Fahrten im Linienverkehr. Später mußte diese eine Verstärkerfahrt von einem anderen Bus übernommen werden, da sich die Wiener Linien über das eingesetzte (beklebte) Fahrzeug beschwerten, obwohl sowieso fast nur Schüler befördert wurden und der Bus etwa 35 Minuten (!) im Einsatz war.
Auch im Jahre 2006 ist der IKEA-Bus gelegentlich auf der Linie 16A im Standardverkehr zwischen Inzersdorf und Hetzendorf unterwegs.
Nach mehr als 4 Jahren, wo u.a. die Heckfolie (durch die Waschstraße) schon ziemlich ausgebleicht war, präsentiert sich der IKEA-Bus seit Mitte August 2006 in einem neuen Design. Während die Front und das Heck in hellblau gehalten sind, präsentieren sich die Seitenflächen als riesige Kleiderschränke. Dabei wurden, wie auch bisher, die Seitenscheiben wieder mit Lochfolien beklebt. Am Heckfenster gibt es überraschenderweise (noch?) keine Folie.
Am verkaufsoffenen 8. Dezember 2010 (Feiertag Maria Empfängnis) war der IKEA-Bus - sehr zur Verwunderung vieler Kunden - nicht in Betrieb. Im Bereich der SCS-Haltestelle wurden improvisierte Zettel über die Fahrplaninformationen geklebt ("Wegen Feiertag heute kein Betrieb"), bei der Oper in Wien warteten die potentiellen Kunden vergebens (keinerlei Information, dass affichierter Fahrplanaushang ungültig ist).
Weblinks
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