1869

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1868 - 1869 - 1870


[bearbeiten] Wien

1868 - 1869 - 1870 | Kalender Wien

[bearbeiten] Wiener Tramway-Gesellschaft

Am 9. März genehmigt der Gemeinderat dann endgültig die Errichtung von Haltestellen.

Von den sechs 1868 zur Genehmigung vorgelegten Strecken wird die Route IV über die Kaiserstraße am 27. April abgelehnt, da diese ein im genehmigten Netz kein vordringliches Projekt ist und auch der Baudurchführung diverse Hindernisse im Weg stehen.

Die Route V wird am 2. April genehmigt, so dass am 8. Juni die Strecke

  • Schottenring (ab Schottentor) - Franz-Josefs-Kai (bis Julius-Raab-Platz)

eröffnet werden kann. Kurz darauf wird die damals außerhalb des Wiener Gemeindegebiet liegende Strecke (genehmigt am 21. Juli)

  • Mariahilfer Straße (ab Gürtel) - Schloßallee - Hadikgasse (bis Nisselgasse)*

eröffnet (18. August). Die Route II wird am 19. Februar vorläufig bis zur Linie genehmigt und am 19. Oktober auf der Strecke

  • Währinger Straße (ab Schottentor) - Nußdorfer Straße (bis Gürtel)

dem Betrieb übergeben. Große Schwierigkeiten (siehe 1870) bewirken, dass die Linie durch die innere Marahilfer Straße in Teilstrecken erbaut werden muss. Der erste Abschnitt wird am 5. Oktober genehmigt und am 26. November auf der Strecke

  • Mariahilfer Straße (vom Gürtel bis Neubaugasse, Hotel Goldenes Kreuz)

in Betrieb genommen.

Die Genehmigung für die Trasse der Route I wird von der Verbreiterung der Straße zwischen Paulaner- und Paniglgasse durch Häusereinlösungen abhängig gemacht. Allerdings genehmigt der Gemeinderat am 15. Oktober zusätzlich die Strecken über den Rennweg und die Landstraßer Hauptstraße nach St. Marx.

Für den Betrieb werden die Sommerwagen 126 - 175 und die Winterwagen 176 - 215 angeschafft. Außerdem werden in den Bahnhöfen Hernals und Prater neue Remisen und Ställe errichtet.

Der Gemeinderat beschäftigt sich auch mit weiteren Aspekten der Pferdebahn, so kommt es zu Beschlüssen über Warnsignale, Verbesserung des Expeditionsdienstes, Absperrung der vorderen Plattformen, gegen die mehrmalige Abnahme des Fahrpreises für eine Strecke, über die Bestellung von Bahnwächtern, die Herstellung von Vorrichtungen zum Schutz gegen das Überfahren werden und über die Instandhaltung von Gleisanlagen und der Fahrbahn.


[bearbeiten] Graz

1868 - 1869 - 1870 | Kalender Graz


Am 20. Februar unterschreibt die Interessentengruppe M.H. Weikersheim & Co./Reinhold Eisl/Dr. Albert Merk einen Vertrag mit der Gemeinde Graz zur Errichtung eines Pferdebahnbetriebs entsprechend den im Vorjahr ausgegebenen Richtlinien. Die Konzession des Handelsministeriums wurde am 12. Juni für die Dauer von 60 Jahren erteilt. Allerdings war es äußerst kostspielieg, die Bedingungen, die die Stadt Graz gestellt hatte, zu erfüllen, so dass die Pferdebahn in dieser Form weder von diesen Konzessionären, die im September 1874 schließlich vom Vertrag zurück traten, noch von folgenden Interessenten realisiert werden konnte.


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