state of play Filmkritik
Jul 1st, 2009 Posted in flashfather schreibt | No Comments »Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Heute Abend habe ich mit netter Begleitung beschlossen ganz spontan mal nach dem Pizzaschmaus ins Kino zu gehen. Unsere Auswahl des Filmes stand sehr schnell fest, da wir alle nicht Illuminati oder gar Nachts im Museum 2 sehen wollten, state of play oder auf schlecht übersetzt Der Stand der Dinge sollte uns den Abend versüßen.
Ohne jedliches Hintergrundwissen über den Film und den geringsten Funken Ahnung um was es in dem Film gehen sollte, schaffte es dieser uns alle schon ab den ersten Minuten zu fesseln. Seltsam daran war nur, das Regisseur Kevin Mc Donald (jener im Jahre 2001 bereits einen Oscar für den Dokumentarfilm in Spielfilmlänger “Ein Tag im September” erhielt), die Spannung den ganzen Film aufrecht zu halten. Mit viel Fingerspitzengefühl schafft er es seine hochkarätige Filmstars, Ben Affleck, Russle Crowe, Rachel McAdams und Hellen Mirren in Szene zu setzen. Beachtlich dabei ist es oftmals, wie genau auf Licht und Ambiente gezielt ein Auge geworfen wurde.
Das Drehbuch, welches aus der Feder von Matthew Michael Carnahan (Drehbuchautor von Operation Kingdom) hat es durchaus in sich. Oft meint man den Fall für sich gelöst zu haben und dem Film einen weiten Schritt voraus zu sein, jedoch um so süßer sind dann die unerwarteten Wendungen, welche einen sofort wieder zum grübeln bringen. Die Film spiegelt, abgesehen von dem wundervoll inplizierten Krimimustern und Schnitzeljagd auf den Verbrecher, die Machtinteressen von Politik und Einflussnahme auf weite Bereiche der Population wieder. Schon zu Beginn des Filmes eröffnet sich eine wundervolle Arena wo es heißt David gegen Goliat der Moderene. Journalisten die alles versuchen um eine gute Story zu bekommen und Politiker wie sie sich selbst im unübersehbaren Gestrüpp von Intriegen vewirren und dies vor der Presse geheim zu halten. Ein herausragender Russle Crowe stellt den Star Journalisten Cal McAffrey auf seiner Jagd eines vermeindlichen Selbstmordes dar. Der in den Fall vewickelte Stephan Collins (Ben Affleck), Hoffnungsträger seiner Partei, muss sehr bald die Affaire mit der Verunglückten eingestehen. Cal McAffrey stößt sehr rasch auf eine neue Journalistin im Internetbereich, gespielt von Rachel McAdams. Nach nur kurzen Machgehabe dieser, beschließt Cal McAffrey sich ihr anzunehmen und Della Frye wird unter seine Fittiche genommen. Bald scheint es ihnen so als würde ihnen der Fall über den Kopf zu wachsen, doch durch gutes Teamwork und einer alten Freundschaft zwischen Cal McAffrey und Stephan Collins schaffen sie es immer wieder auf die richtige Fährte zu kommen.
Schon in der Mitte des Filmes scheint die rießen Bombe zu platzen. Keine Minute kommt man nun zum verschnaufen und das eigene Gehirn läuft auf Hochtouren. Umso erstaunlicher ist demnach das Ende. Mit Trommeln und Trompeten wird zum finalen Akt und den letzten Absatz in der Schlagzeile geschritten. Jedoch alles endet wider erwartens.
Resumè: Ein wirklich sehenswerte Film mit ausgezeichneter Besetzung. Die Hauptdarsteller überzeugen ebenso wie das Drehbuch und die detailverliebte Umsetzung. Nicht nur für jeden Krimifan ein Muss sondern für jeden anspruchsvolleren Kinobesucher der länger als 2 Stunden auf überbezahlte Explosionen verzichten kann.
Daumen hoch und 4 von 5 Punkten